CVE-2026-76982
Beschreibung
Unsachgemäße Neutralisierung der Eingabe während der Webseitengenerierung in Apache Wicket. org.apache.wicket.markup.html.form. Button löscht das Escape-Modell-Strings-Flag in seinem Konstruktor, so dass das von ihm geschriebene Wert-Attribut nicht zweimal codiert wird — Component Tag codiert bereits Attributwerte, wenn es das Tag schreibt. Diese Begründung gilt nur für das Attribut. Wenn die Komponente an ein Element und nicht an ein Element gebunden ist, schreibt sie stattdessen ihr Modellobjekt in den Elementkörper, und nichts codiert einen Elementkörper, so dass Markup im Modell als Markup gerendert wird. Eine Anwendung ist betroffen, wenn sie einen Button auf einem Element darstellt und das Modell dieses Buttons Daten enthält, die ein Angreifer beeinflussen kann. Wicket kann nicht bestimmen, woher ein Modellwert kommt, also ist es eine Eigenschaft der Anwendung, ob er die Seite von einer Anforderung oder vom Speicher erreicht. Die Unterklassen, die diesen Konstruktor erben - AjaxButton, AjaxFallbackButton und WizardButton - sind unter den gleichen Bedingungen betroffen. Als Workaround entkommt der Aufruf von setEscapeModelStrings(true) auf einer Schaltfläche, die als Element dargestellt wird, korrekt dem Körper und verursacht keine doppelte Kodierung, da das Wertattribut nur für Elemente geschrieben wird. Dieses Problem betrifft Apache Wicket: von 8.0.0 bis 8.18.0, von 9.0.0 bis 9.23.0, von 10.0.0 bis 10.10.0. Ältere, nicht unterstützte Releases ab 6.25.0 und 7.5.0 sind ebenfalls betroffen. Benutzern wird empfohlen, auf Version 8.19.0, 9.24.0 oder 10.11.0 zu aktualisieren, die das Problem beheben.
Quellen & weiterführende Informationen
Hier werden ausschließlich tatsächlich zu dieser Schwachstelle gespeicherte Quellenbelege angezeigt.
Was ist zur Behebung zu tun?
Herstellerhinweise prüfen und das betroffene Produkt kurzfristig patchen oder kompensierende Schutzmaßnahmen aktivieren.
Empfohlene Schritte
- Betroffene Systeme identifizieren: Apache Software Foundation wicket.
- Exposition prüfen: Internet-Erreichbarkeit, Admin-Oberflächen, VPN, Mail- oder Webdienste.
- Hersteller-Advisory öffnen und verfügbare Updates, Workarounds oder Deaktivierungen prüfen.
- Nacharbeiten dokumentieren: betroffene Assets, Maßnahme, Zeitpunkt, Restrestrisiko.
Übergangsmaßnahmen
- Zugriff auf betroffene Dienste auf vertrauenswürdige Netze einschränken.
- WAF/IDS/EDR-Regeln und Hersteller-IOCs aktivieren, sofern verfügbar.
- Nicht benötigte Funktionen, Plugins oder Dienste temporär deaktivieren.