CVE-2026-76983
Beschreibung
Unsachgemäße Neutralisierung der Eingabe während der Webseitengenerierung in Apache Wicket. Der Tag wird bereitgestellt von org.apache.wicket.markup.html.form. AutoLabelTextResolver, der standardmäßig in jeder WebApplication registriert ist. Der Resolver schreibt das gefundene Label in das Markup, so wie es ist, und liest überhaupt keine Fluchteinstellung, so dass Markup in einem Label als Markup gerendert wird. Wenn das Label aus dem Labelmodell der markierten Komponente stammt, das über FormComponent#setLabel(IModel) festgelegt wurde, wird es unescaped in das Markup geschrieben. Eine Anwendung ist betroffen, wenn das Label einer Formularkomponente Daten enthält, die ein Angreifer beeinflussen kann. Wicket kann nicht bestimmen, woher ein Modellwert kommt, also ist es eine Eigenschaft der Anwendung, ob er die Seite von einer Anforderung oder vom Speicher erreicht. Es gibt keinen Workaround. Im Gegensatz zu jedem anderen Rendering-Pfad in Wicket konsultierte der Resolver nie die Escape-Model-Strings-Einstellung, so dass eine Anwendung keine Möglichkeit hatte, nach dem Entweichen des Labels zu fragen. Der Körper eines Tags wird vom Design her markiert und ist nicht betroffen; es bleibt die unterstützte Art, Markup in einem Label zu platzieren. Dieses Problem betrifft Apache Wicket: von 8.0.0 bis 8.18.0, von 9.0.0 bis 9.23.0, von 10.0.0 bis 10.10.0. Ältere, nicht unterstützte Releases ab 1.5.0 sind ebenfalls betroffen. Benutzern wird empfohlen, auf Version 8.19.0, 9.24.0 oder 10.11.0 zu aktualisieren, die das Problem beheben.
Quellen & weiterführende Informationen
Hier werden ausschließlich tatsächlich zu dieser Schwachstelle gespeicherte Quellenbelege angezeigt.
Was ist zur Behebung zu tun?
Herstellerhinweise prüfen und das betroffene Produkt kurzfristig patchen oder kompensierende Schutzmaßnahmen aktivieren.
Empfohlene Schritte
- Betroffene Systeme identifizieren: Apache Software Foundation wicket.
- Exposition prüfen: Internet-Erreichbarkeit, Admin-Oberflächen, VPN, Mail- oder Webdienste.
- Hersteller-Advisory öffnen und verfügbare Updates, Workarounds oder Deaktivierungen prüfen.
- Nacharbeiten dokumentieren: betroffene Assets, Maßnahme, Zeitpunkt, Restrestrisiko.
Übergangsmaßnahmen
- Zugriff auf betroffene Dienste auf vertrauenswürdige Netze einschränken.
- WAF/IDS/EDR-Regeln und Hersteller-IOCs aktivieren, sofern verfügbar.
- Nicht benötigte Funktionen, Plugins oder Dienste temporär deaktivieren.