CVE-2026-64419
Beschreibung
Im Linux-Kernel wurde die folgende Schwachstelle behoben: mm/shrinker: do not hold RCU lock in shrinker debugfs count show() Das Lesen der debugfs "count"-Datei eines memcg-bewussten Schrumpfers kann innerhalb eines RCU-leseseitigen kritischen Abschnitts schlafen: BUG: Sleeping function called from invalid context at kernel/cgroup/rstat.c:421 RCU nest depth: 1, expected: 0 css rstat flush mem cgroup flush stats zswap shrinker count shrinker debugfs count show shrinker debugfs count show() ruft den ->count objects() callback unter rcu read lock() auf. Der zswap-Callback spült memcg-Statistiken über css rstat flush(), die möglicherweise schlafen, so dass sie nicht unter RCU ausgeführt werden dürfen. Die RCU-Sperre wird hier nicht benötigt. mem cgroup iter() nimmt RCU intern und gibt ein memcg zurück, das eine css-Referenz enthält (bei der nächsten Iteration oder durch mem cgroup iter break() fallen gelassen), so dass das memcg ohne sie am Leben bleibt. Der Schrumpfer wird durch die offene debugfs-Datei am Leben erhalten: shrinker free() entfernt die debugfs-Einträge über debugfs remove recursive(), die darauf wartet, dass die Leser während des Fluges abgelassen werden, bevor call rcu(..., shrinker free rcu cb). Der Geschwister-Handler "scan" ruft bereits den Sleeping ->scan objects() Callback ohne RCU-Abschnitt auf. Lassen Sie die rcu read lock()/rcu read unlock() fallen.
Quellen & weiterführende Informationen
Hier werden ausschließlich tatsächlich zu dieser Schwachstelle gespeicherte Quellenbelege angezeigt.
Was ist zur Behebung zu tun?
Herstellerhinweise prüfen und das betroffene Produkt kurzfristig patchen oder kompensierende Schutzmaßnahmen aktivieren.
Empfohlene Schritte
- Betroffene Systeme identifizieren: linux linux kernel.
- Exposition prüfen: Internet-Erreichbarkeit, Admin-Oberflächen, VPN, Mail- oder Webdienste.
- Hersteller-Advisory öffnen und verfügbare Updates, Workarounds oder Deaktivierungen prüfen.
- Nacharbeiten dokumentieren: betroffene Assets, Maßnahme, Zeitpunkt, Restrestrisiko.
Übergangsmaßnahmen
- Zugriff auf betroffene Dienste auf vertrauenswürdige Netze einschränken.
- WAF/IDS/EDR-Regeln und Hersteller-IOCs aktivieren, sofern verfügbar.
- Nicht benötigte Funktionen, Plugins oder Dienste temporär deaktivieren.