CVE-2026-64447
Beschreibung
Im Linux-Kernel wurde die folgende Schwachstelle behoben: Staging: Media: ipu7: Fix double-free und use-after-free in Error Paths Sowohl in ipu7 isys init() als auch in ipu7 psys init() wird pdata zugewiesen und dann an ipu7 bus initialize device() übergeben, das es in adev->pdata speichert. Die Funktion ipu7 bus release() gibt adev->pdata frei, wenn die Referenzzahl des Geräts auf Null sinkt. Zwei Fehlerpfade rufen fälschlicherweise kfree(pdata) auf, nachdem der Geräte-Tryedown ihn bereits freigegeben hat: 1. Wenn ipu7 mmu init() fehlschlägt: put device() wird aufgerufen, was die Referenzzahl auf Null sinkt und ipu7 bus release() -> kfree(pdata) auslöst. Der nachfolgende kfree(pdata) ist ein Doppelfreier. 2. Wenn ipu7 bus add device() fehlschlägt: es ruft auxiliary device uninit() intern auf, was put device() -> ipu7 bus release() -> kfree(pdata) aufruft. Der nachfolgende kfree(pdata) ist wieder ein Doppelfreier. Beachten Sie, dass kfree(pdata), wenn ipu7 bus initialize device() selbst ausfällt, korrekt ist, da in diesem Fall auxiliary device init() ausgefallen ist und die Release-Funktion nie eingerichtet wurde, so dass pdata manuell freigegeben werden muss. Darüber hinaus wurde der Fehlercode vor dem Aufruf von put device() nicht gespeichert, wodurch ERR CAST() beim Konstruieren des Rückgabewerts den bereits freigegebenen Adev-Pointer dereferenziert. Beheben Sie dies, indem Sie den Fehler vor put device() aus dev err probe() speichern und stattdessen ERR PTR() zurückgeben. Entfernen Sie die redundanten kfree(pdata)-Aufrufe und fixieren Sie die use-after-free in den Rückgabewerten der beiden betroffenen Fehlerpfade.
Quellen & weiterführende Informationen
Hier werden ausschließlich tatsächlich zu dieser Schwachstelle gespeicherte Quellenbelege angezeigt.
Was ist zur Behebung zu tun?
Herstellerhinweise prüfen und das betroffene Produkt kurzfristig patchen oder kompensierende Schutzmaßnahmen aktivieren.
Empfohlene Schritte
- Betroffene Systeme identifizieren: linux linux kernel.
- Exposition prüfen: Internet-Erreichbarkeit, Admin-Oberflächen, VPN, Mail- oder Webdienste.
- Hersteller-Advisory öffnen und verfügbare Updates, Workarounds oder Deaktivierungen prüfen.
- Nacharbeiten dokumentieren: betroffene Assets, Maßnahme, Zeitpunkt, Restrestrisiko.
Übergangsmaßnahmen
- Zugriff auf betroffene Dienste auf vertrauenswürdige Netze einschränken.
- WAF/IDS/EDR-Regeln und Hersteller-IOCs aktivieren, sofern verfügbar.
- Nicht benötigte Funktionen, Plugins oder Dienste temporär deaktivieren.